Beim Handel mit Devisen wird auf die Veränderung des Wechselkurses zweier Währungen spekuliert. Es gibt immer 2 Währungen, die an einer Transaktion beteiligt sind, beispielsweise EUR/USD. Angenommen wir kaufen den Euro, so verkaufen wir gleichzeitig den US-Dollar.
Wir gehen davon aus, dass der Euro an Stärke gewinnt und der Dollar als Folge abwertet. So müssen für einen Euro mehr Dollar bezahlt werden. In unserem Beispiel ist der Euro die Basiswährung und der US-Dollar die variable Währung. Der Devisenhandel ist im Prinzip somit lediglich ein Wechselgeschäft.
Man tauscht den Euro gegen den US-Dollar in einem bestimmten Verhältnis, dem Wechselkurs, und erhält einen bestimmten Betrag. Beträgt der Wechselkurs des Euro gegenüber dem Dollar 1,30, so ist der Euro 1,30 Dollar wert.
Somit ergibt sich folgendes Bild:
1 Euro = 1,3000 Dollar
1 US-Dollar = 0,7692 Euro
Üblicherweise werden die Quotierungen von Wechselkursen in so vielen Dezimalstellen angegeben, wie es die Anzahl der Nachkommastellen der beiden Währungen addiert ergibt.
Daher werden Währungen gewöhnlich mit 4 Nachkommastellen angegeben. Die Ausnahme stellt hier der Japanische Yen dar, der über keine Untereinheit verfügt. Daher werden Kurse mit dieser Währung nur mit 2 Nachkommastellen berechnet, zum Beispiel USD/JPY 120,57 Yen.
Die kleinstmögliche Bewegung, die ein Wechselkurs vollziehen kann, wird Pip genannt. Je nach der Anzahl der Nachkommastellen unterscheidet sich das von Devisenpaar zu Devisenpaar. Beim USD/JPY würde das eine Bewegung von 0,01 darstellen, während es im EUR/USD 0,0001 wären.
Ein Anstieg von 1,3000 auf 1,3350 entspräche 50 Pips. Ein Pip hat bei diesem Währungspaar einen Gegenwert von 10 Dollar. Sie hätten bei diesem Trade somit 500 Dollar verdient. Sie sehen, die Bewegung im Devisenpaar muss nicht groß sein, um einen bedeutenden Profit einfahren zu können.
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